Ratgeber
OnPage-SEO: Analyse und Checkliste
So pruefen Sie Ihre Website Schritt fuer Schritt selbst: Title, Inhalte, Technik und Core Web Vitals. Mit einer Checkliste zum Abhaken und klaren Eckwerten, an denen Sie sich orientieren koennen.
Von Kristian Trpcevski · Zuletzt aktualisiert: 26.06.2026

Das Wichtigste in Kürze
- OnPage-SEO ist alles auf der Seite selbst: Es umfasst alle Faktoren, die Sie direkt auf Ihrer Website beeinflussen, also Inhalte, Title und Meta-Description, Überschriftenstruktur, interne Verlinkung, Ladezeit und strukturierte Daten. Das Gegenstück ist OffPage-SEO, also Signale von außen wie Backlinks.
- Eine OnPage-Analyse macht Schwachstellen sichtbar: Sie prüfen Ihre Seiten gegen klare Kriterien und priorisieren danach, was den größten Effekt bringt. Schon mit kostenlosen Werkzeugen wie der Google Search Console und PageSpeed Insights kommen Sie weit.
- Suchintention schlägt Keyword-Dichte: Entscheidend ist 2026, ob Ihre Seite die Frage hinter der Suchanfrage vollständig beantwortet, nicht wie oft ein Keyword vorkommt. Erfahrung, Quellen und Aktualität (E-E-A-T) sind zu harten Faktoren geworden.
- Core Web Vitals sind Pflicht: Gute Werte liegen bei einem LCP unter 2,5 Sekunden, einem INP unter 200 Millisekunden und einem CLS unter 0,1. INP hat 2024 die ältere FID-Kennzahl abgelöst.
- Sauberes OnPage ist auch das Fundament für die KI-Suche: Klar strukturierte, zitierfähige Inhalte mit strukturierten Daten entscheiden mit darüber, ob Ihre Seite in Google AI Overviews und in Antworten von KI-Systemen auftaucht.
Was ist OnPage-SEO und wie analysiert man es?
OnPage-SEO umfasst alle Maßnahmen, die Sie direkt auf Ihrer Website umsetzen, um in Suchmaschinen besser gefunden zu werden: Inhalte, Seitentitel, Meta-Description, Überschriften, interne Links, Bilder, Ladezeit und strukturierte Daten. Eine OnPage-Analyse prüft diese Faktoren systematisch Seite für Seite gegen einen klaren Kriterienkatalog und legt offen, wo Sichtbarkeit verloren geht. Sie brauchen dafür zum Einstieg kein teures Werkzeug: Mit der Google Search Console, PageSpeed Insights und einem Crawler wie Screaming Frog decken Sie die wichtigsten Punkte ab.
Der Reiz an OnPage-SEO ist, dass Sie fast alles selbst in der Hand haben. Anders als beim Linkaufbau hängen die Ergebnisse nicht von Dritten ab, sondern von der Sorgfalt, mit der Sie Ihre eigenen Seiten aufbauen. Genau deshalb ist es der sinnvollste Startpunkt für jeden, der die eigene Sichtbarkeit verbessern will. Dieser Ratgeber führt Sie durch die acht Bereiche, die in einer OnPage-Analyse zählen, und schließt mit einer Checkliste, die Sie direkt abarbeiten können.
1. Title und Meta-Description prüfen
Der Seitentitel (Title-Tag) ist das, was Google in den Suchergebnissen als blaue Überschrift anzeigt, und einer der wenigen Faktoren, der Ranking und Klickrate zugleich beeinflusst. Jede Seite braucht einen eigenen, einzigartigen Title, in dem das wichtigste Keyword möglichst weit vorne steht. Als Richtwert gelten 50 bis 60 Zeichen, damit Google ihn nicht abschneidet.
Die Meta-Description rankt nicht direkt, entscheidet aber mit darüber, ob jemand klickt. Sie sollte das Thema treffend zusammenfassen, das Keyword enthalten und zur Handlung einladen, idealerweise in 150 bis 160 Zeichen, mit der Kernbotschaft in den ersten 120. Prüfen Sie in der Search Console oder mit einem Crawler vor allem auf doppelte oder fehlende Titles und Descriptions, denn das ist einer der häufigsten und am schnellsten behebbaren Fehler.
2. Überschriftenstruktur kontrollieren
Eine saubere Überschriftenhierarchie hilft Lesern und Suchmaschinen, den Aufbau einer Seite zu verstehen. Jede Seite hat genau eine H1, die das Hauptthema benennt, darunter gliedern H2 und H3 die Unterthemen logisch und ohne Ebenen zu überspringen. Überschriften sind keine Designelemente, sondern Struktur. Wenn Sie eine Zwischenüberschrift nur größer darstellen wollen, ist das ein Fall für CSS, nicht für ein weiteres H-Tag. Prüfen Sie, ob jede wichtige Frage Ihrer Zielgruppe eine eigene, klar formulierte Überschrift bekommt, denn das ist zugleich die Vorlage für zitierfähige Antworten in der KI-Suche.
3. Inhalt und Suchintention bewerten
Der Inhalt ist das Herzstück jeder OnPage-Analyse. Die zentrale Frage lautet nicht, wie oft ein Keyword vorkommt, sondern ob die Seite die Absicht hinter der Suchanfrage vollständig erfüllt. Sucht jemand nach einer Erklärung, einem Vergleich oder einer Dienstleistung? Wer das passende Format liefert und das Thema in der nötigen Tiefe abdeckt, rankt nachhaltiger als jede keyword-optimierte, aber dünne Seite.
Hinzu kommen die E-E-A-T-Signale: nachweisbare Erfahrung, fachliche Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google bewertet 2026 stärker denn je, wer hinter einem Inhalt steht und ob er aktuell ist. Eine sichtbare Autorenangabe, belegte Aussagen und ein gepflegtes Aktualisierungsdatum sind daher kein Beiwerk. Welche Begriffe Ihre Zielgruppe tatsächlich sucht und welche Themen eine Seite abdecken muss, klären Sie am besten vorab mit einer sauberen Keyword-Recherche.
4. Interne Verlinkung prüfen
Die interne Verlinkung ist der am häufigsten unterschätzte OnPage-Hebel. Über interne Links verteilen Sie die Linkkraft auf Ihrer Domain und zeigen Google, welche Seiten zusammengehören und welche besonders wichtig sind. Prüfen Sie, ob Ihre zentralen Seiten genug interne Links erhalten und mit aussagekräftigen Linktexten verlinkt sind, statt mit nichtssagendem hier klicken. Achten Sie außerdem auf verwaiste Seiten, die von keiner anderen Seite aus erreichbar sind, und auf eine flache Klicktiefe, damit wichtige Inhalte mit wenigen Klicks erreichbar bleiben. Ein Crawler macht beides schnell sichtbar.
5. Bilder und Alt-Texte optimieren
Bilder beeinflussen sowohl die Ladezeit als auch die Barrierefreiheit und die Sichtbarkeit in der Bildersuche. Achten Sie auf ein modernes, komprimiertes Format wie WebP, damit große Dateien die Seite nicht ausbremsen, und auf sprechende Dateinamen. Jedes inhaltlich relevante Bild braucht einen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist. Der Alt-Text hilft Menschen, die auf Screenreader angewiesen sind, und gibt Suchmaschinen Kontext. Rein dekorative Bilder dürfen einen leeren Alt-Text behalten. Lazy Loading sorgt dafür, dass Bilder erst geladen werden, wenn sie in den Blick rücken.
6. Ladezeit und Core Web Vitals messen
Die Core Web Vitals sind Googles Messgrößen für die Nutzererfahrung beim Laden einer Seite. Drei Werte zählen: der Largest Contentful Paint (LCP) misst, wie schnell der größte sichtbare Inhalt erscheint, und sollte unter 2,5 Sekunden liegen. Der Interaction to Next Paint (INP) misst die Reaktionsschnelligkeit auf Eingaben und sollte unter 200 Millisekunden bleiben. Der Cumulative Layout Shift (CLS) misst, wie stark das Layout während des Ladens verspringt, und sollte unter 0,1 liegen.
Wichtig ist, dass alle drei Werte gleichzeitig im grünen Bereich liegen müssen, damit Google eine Seite als gut bewertet. INP hat dabei 2024 die ältere FID-Kennzahl abgelöst, ältere Checklisten mit FID sind also überholt. Messen können Sie die Werte kostenlos mit PageSpeed Insights und im Core-Web-Vitals-Bericht der Search Console, der auf echten Nutzerdaten beruht.
7. Mobile-Freundlichkeit testen
Google bewertet Websites primär in ihrer mobilen Version (Mobile-First-Indexierung). Was auf dem Smartphone nicht funktioniert, kostet Ranking, unabhängig davon, wie gut die Desktop-Ansicht aussieht. Prüfen Sie, ob Texte ohne Zoomen lesbar sind, ob Schaltflächen mit dem Daumen treffbar sind, ob nichts horizontal aus dem Bild läuft und ob keine störenden Pop-ups den Inhalt verdecken. Am einfachsten testen Sie das, indem Sie Ihre Seiten selbst auf dem Handy durchklicken und zusätzlich die mobile Ladezeit in PageSpeed Insights prüfen, denn dort sind die Werte fast immer schlechter als auf dem Desktop. Für Unternehmen mit lokalem Bezug greift das eng mit dem Local SEO ineinander, weil ein Großteil lokaler Suchen mobil stattfindet.
8. Strukturierte Daten ergänzen
Strukturierte Daten (Schema.org) sind ein Code im Hintergrund, der Suchmaschinen erklärt, worum es auf einer Seite geht: ob es sich um einen Artikel, ein Produkt, eine FAQ oder ein Unternehmen handelt. Sie können erweiterte Suchergebnisse mit Sternen, Preisen oder aufklappbaren Fragen auslösen, was die Klickrate erhöht. Mindestens so wichtig ist 2026 die zweite Funktion: Strukturierte Daten machen Inhalte für KI-Systeme leichter lesbar und damit zitierfähiger. Welche Typen passen, hängt vom Seitentyp ab. Ob die Auszeichnung fehlerfrei ist, prüfen Sie mit dem Rich-Results-Test von Google.
OnPage-SEO-Checkliste zum Abhaken
Arbeiten Sie diese Punkte Seite für Seite ab. Das ist Ihre Selbstprüfung in Kurzform.
- Title: einzigartig pro Seite, Keyword vorne, 50 bis 60 Zeichen.
- Meta-Description: einzigartig, einladend, 150 bis 160 Zeichen, keine doppelten oder fehlenden.
- Überschriften: genau eine H1, logische H2- und H3-Hierarchie ohne Sprünge.
- Inhalt: Suchintention erfüllt, Thema in der nötigen Tiefe, Autor und Aktualität sichtbar.
- Interne Links: wichtige Seiten gut verlinkt, sprechende Linktexte, keine verwaisten Seiten.
- Bilder: komprimiert (WebP), Alt-Texte gesetzt, Lazy Loading aktiv.
- Core Web Vitals: LCP unter 2,5 s, INP unter 200 ms, CLS unter 0,1.
- Mobil: lesbar, bedienbar, kein horizontales Scrollen, keine störenden Pop-ups.
- Strukturierte Daten: passendes Schema gesetzt und im Rich-Results-Test fehlerfrei.
- Technik: Seite indexierbar, in der Sitemap, HTTPS aktiv, keine kaputten Links.
Liste abgearbeitet, aber unsicher bei der Bewertung?
Eine Checkliste zeigt das Was, ein professionelles Audit das Warum und die Reihenfolge. Ich durchleuchte Ihre Website vollständig und liefere eine priorisierte Liste der Maßnahmen mit dem größten Hebel.
Häufige Fragen zur OnPage-Analyse
Was ist OnPage-SEO?
OnPage-SEO bezeichnet alle Optimierungen, die direkt auf einer Website stattfinden, um ihre Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu verbessern. Dazu zählen Inhalte, Seitentitel und Meta-Description, Überschriftenstruktur, interne Verlinkung, Bilder, Ladezeit und strukturierte Daten. Das Gegenstück ist OffPage-SEO, das Signale von außerhalb der eigenen Seite umfasst, allen voran Backlinks.
Wie macht man eine OnPage-Analyse?
Sie crawlen zunächst Ihre Website, etwa mit Screaming Frog, um Titles, Meta-Descriptions, Überschriften, Statuscodes und interne Links systematisch zu erfassen. Anschließend prüfen Sie die Inhalte gegen die Suchintention, messen die Core Web Vitals mit PageSpeed Insights und kontrollieren Index-Status sowie Fehler in der Google Search Console. Aus den Befunden leiten Sie eine nach Wirkung priorisierte Aufgabenliste ab.
Welche Tools brauche ich für OnPage-SEO?
Für den Einstieg genügen kostenlose Werkzeuge: die Google Search Console für Index-Status und Performance, PageSpeed Insights für die Core Web Vitals und Screaming Frog für den Crawl bis 500 URLs. Wer tiefer einsteigt, ergänzt kostenpflichtige Suiten wie Ahrefs, Sistrix oder Sitebulb, die Crawling, Rankings und Wettbewerbsdaten in einem Werkzeug bündeln.
Was kostet ein OnPage-Audit?
Die OnPage-Analyse selbst können Sie mit den genannten kostenlosen Werkzeugen ohne Geldeinsatz durchführen, sie kostet vor allem Zeit und Erfahrung in der Bewertung. Ein professionelles Audit mit belastbarer Priorisierung ist eine Dienstleistung, deren Umfang sich nach Größe und Zustand der Website richtet. Was ein strukturiertes Audit umfasst, finden Sie auf der Seite zum SEO-Audit.
Was ist der Unterschied zwischen OnPage und OffPage-SEO?
OnPage-SEO umfasst alles, was Sie auf der eigenen Website steuern: Inhalte, Technik und Struktur. OffPage-SEO umfasst Signale von außen, vor allem Backlinks von anderen Websites, aber auch Erwähnungen und Markensignale. Beide greifen ineinander, doch OnPage ist der sinnvolle Startpunkt, weil Sie es vollständig selbst in der Hand haben.
Wie oft sollte man eine OnPage-Analyse durchführen?
Als Faustregel empfiehlt sich ein vollständiger OnPage-Audit pro Quartal, ergänzt um einen kurzen monatlichen Gesundheitscheck der Core Web Vitals und des Index-Status in der Search Console. Nach größeren Änderungen wie einem Relaunch, einer Migration oder umfangreichen neuen Inhalten sollten Sie zusätzlich außer der Reihe prüfen.
Welche OnPage-Faktoren sind 2026 am wichtigsten?
Den größten Hebel haben die Erfüllung der Suchintention, eine saubere interne Verlinkung und gute Core Web Vitals. Dazu gewinnen E-E-A-T-Signale wie nachweisbare Erfahrung und Autorschaft sowie strukturierte Daten an Gewicht, weil sie sowohl klassische Rankings als auch die Zitierbarkeit in der KI-Suche beeinflussen.
Brauche ich OnPage-SEO noch, wenn die Suche immer mehr über KI läuft?
Ja, mehr denn je. KI-Systeme und Google AI Overviews greifen auf denselben Suchindex und dieselben Qualitätssignale zu wie die klassische Suche. Klar strukturierte Inhalte, eine logische Überschriftenhierarchie und saubere strukturierte Daten sind genau die Eigenschaften, die eine Seite zitierfähig machen. Gutes OnPage-SEO ist damit das gemeinsame Fundament für beide Welten.
Fazit
OnPage-SEO ist der Bereich, in dem Sie am meisten selbst bewegen können, weil die Ergebnisse allein von der Sorgfalt auf Ihren eigenen Seiten abhängen. Wer die acht Bereiche dieses Ratgebers systematisch prüft, vom Title über die Suchintention bis zu den Core Web Vitals, findet die meisten Schwachstellen ohne fremde Hilfe. Arbeiten Sie die Checkliste Seite für Seite ab und beginnen Sie mit den Punkten, die Inhalt und Technik betreffen, denn dort liegt der größte Hebel. Wenn Sie an einer belastbaren Priorisierung zweifeln oder die Umsetzung abgeben möchten, ist der nächste Schritt ein professionelles SEO-Audit oder die direkte SEO-Optimierung.
OnPage selbst geprüft, aber unsicher?
Lassen Sie ein professionelles SEO-Audit machen. Ich prüfe Ihre Website vollständig und zeige Ihnen, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge den größten Effekt bringen.
Verfasst von Kristian Trpcevski. Zuletzt aktualisiert am 26. Juni 2026.
